#rosawinkel Max: "Erinnern, erinnern ich kann mich nicht erinnern. " Sollte man aber.

IMG-20151108-WA0001Rosa Winkel in der Bühne Bruck

Termine: 29.11, 04.12, 06.12, 13.12, 19.12, 20.12

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Presse Merkur
Von Berlin über Köln nach Dachau und wieder zurück und wieder hin. Es wird gesungen, geschlagen und gelacht. Man sieht 6 Männer, in allen Altersgruppen, die Sorgen überschneiden sich. Wer arrangiert sich wo und wie und weshalb. Wer duckt sich weg. Man nimmt sich selbst mal zurück. Einer kämpft für einen Anderen, einer für sich selbst und doch alle gemeinsam.
An jeder Ecke lauert er und wenn ihn nicht sieht,  sich nicht rechtzeitig duckt oder nicht schnell genug ja und Amen sagt, ist man dennoch … .
Bevor ich es vergesse. In Fürstenfeldbruck ist man in 20 min von der Hackerbrücke aus. Noch ein kleiner Spaziergang Richtung Kloster und man ist schon da. Wer eine Stunde vorher losgeht schafft es also ohne den kleinsten Stressfaktor.

Premiere am 14.11 #rosawinkel in der Neue Bühne Bruck

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Die Verfolgung und systematische Ermordung so vieler Menschen kann man nicht fassen und nur sehr bedingt erzählen. Der „Rosa Winkel“ beschäftigt sich mit  Einzelschicksalen und in diesem Fall mit der Verfolgung der Homosexuellen zur NS-Zeit.
Geduldet aber nicht anerkannt. Ein Zustand der auch in europäischen Beitrittsländern oder angrenzenden Ländern noch herrscht.
Info am Rande:
Dieses Jahr fand eine Ausstellung in der Hypokunsthalle in München statt.
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Ein rosa Dreieck  kreiert vom Künstler Keith Haring . Dazu ein Ausschnitt aus dem Interview mit dem Kuratur Dieter Buchhardt.

Welches Werk hat für Sie eine besondere Bedeutung in der Münchner Ausstellung?
Im Münchner Kontext ist z.B. »Silence = Death« [Schweigen = Tod]: Das rosa Dreieck übernahm Haring von dem sog. ›Rosa Winkel‹, der in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern, z.B. wenige Kilometer von München entfernt, im KZ Dachau, als Kennzeichnung für Homosexuelle verwendet wurde. Nach 1945 wurde der Winkel in Homosexuellenbewegungen als Protestsymbol genutzt; so auch von der Aids-Interessenvertretung ACT UP, in der Haring aktiv war und für die er u. a. Plakate entwarf. Die Adaption einer solch grauenhaften Symbolik in seinem Werk in Kombination mit dem impliziten Aufruf, die Geschichte nicht zu vergessen und mündig zu werden, macht dieses Werk einzigartig.

Stückinhalt:
Gelacht, geschlagen, geliebt, grotesk und „Danke für das Gemüse.“ Woran hält man fest, was gibt einem Halt, wem kann man trauern, wer bin ich, wo ist die Liebe, wo ist der Sinn.
Wenn ihr vorbei kommt, „habt ihr einen Stein bei mir im Brett“ sagt der Horst, dieser Zyniker.
lg Joachim

#rosawinkel führt zur KZ Gedenkstätte nach #dachau @lsvd @SZ_FFB

Im Internet wollte ich nicht nach Sträflingskleidung recherchieren sondern ich griff einfach zum Telefon und begann zu wählen. Gelandet bin ich in der Gedenkstätte in Dachau bei Herrn Knoll. Er konnte mir diesbezüglich nicht direkt helfen sondern eher indirekt. Da Herr Knoll unter anderem für das Archiv in der Gedenkstätte verantwortlich ist, stellte sich heraus das er am Samstag eine extra Führung zum Thema „Homosexuelle im KZ Dachau“ halten würde. Kaum gehört war ich auch schon mitdabei.
Eine neue Gesamtsausstellung wurde 2002  eingerichtet und ich war wirklich beeindruckt wie hier Zeitgenossen und Historiker zusammen gearbeitet haben. Eine vielzahl von Berichten und Photos geben einem einen Blick in diese Zeit. Mein Bericht basiert auf der Führung und Mithilfe von Herrn Knoll, bei dem ich mich bedanken möchte. Ich konnte bei weitem nicht alles aufschreiben daher nur ein kleiner Teil dessen. Am 13.12 stellt Herr Knoll sein Buch in der Deutschen Eiche in München vor.
 
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Ein Paragraph wird sich an diesem Tag bei mir einbrennen : § 175a.
„Der § 175 des deutschen Strafgesetzbuches (§ 175 StGB) existierte vom 1. Januar 1872 (Inkrafttreten des Reichsstrafgesetzbuches) bis zum 11. Juni 1994. Er stellte sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts unter Strafe. Am 1. September 1935 verschärften die Nationalsozialisten den § 175, unter anderem durch Anhebung der Höchststrafe von sechs Monaten auf fünf Jahre Gefängnis..“ –  Wikipedia
Ein Gesetz auf das sich das NS-Regime unter anderem beziehen sollte.
Im Jahre 1934 kamen die ersten Homosexuellen ins Lager nach Dachau. Vorausgegangen war das SA Chef Ernst Röhm, dessen Homosexualität vor 1933 längst offenkundig war, ein Putsch gegen Hitler unterstellt wurde. Nach seiner Weigerung sich selbst zu erschiessen, erlag er dennoch einer Kugel. Als Röhm beseitigt war veranlassten die Gauleiter Antihomosexuelle Razzien. Ein Denunziantentum begann seinen Lauf zu nehmen. Jeder konnte jeden anzeigen, Familien untereinander, Freunde.  „Rosa Listen“ wurden in allen Polizeistellen angelegt. Wer mehrmals auffällig wurde kam später ins KZ wie z.B.: nach Dachau.
 
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Angekommen im Lager durfte man nicht telefonieren, niemanden informieren man war erstmal wie vom Erdboden verschluckt. Man legte seinen Namen ab und bekam eine Nummer. Bei Ankunft der Häftlinge musste öffentlich jeder bekanntgeben weswegen er hier war. Da es im Lager ein Winkelrangordnung gab und der „rosa Winkel“ weit unten rangierte, wurden sie von vielen gemieden.
 
Die Unterbringung in den Baracken sah bei den Homosexuellen so aus, das bei ihnen die ganze Nacht das Licht brannte. Es war nie dunkel und ständig wurden sie überwacht.WP_20151010_15_44_24_ProEs wurden Ihnen schwersten Arbeiten zugeteilt und bei der Essensausgabe erhielten sie besonders wenig. Sie wurden mit Überdosen von Testosteron behandelt und etlichen anderen Methoden. Viele Häftlinge arbeiteten ausserhalb, wie bei BMW (Flugzeugmotoren) oder in der „Plantage, ein SS-Betrieb, der seine Produkte der Baywa verkaufte. Das viele Bewohner nichts von den Zuständen im Lager wusste, halte ich für mehr als fragwürdig.
Im Jahr 1985 stifteten die Münchner Schwulengruppen einen Gedenkstein für die homosexuellen Häftlinge des KZ Dachau. Der Stein durfte aber erst 1995 im Museum aufgestellt werden.
 
 
 
 
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Erst im Jahre 2002 wurde ein Gedenkstein für die Homosexuellen Opfer in Dachau eingerichtet.
 
Was für Zustände im KZ geherrscht haben wurde mir aufs Neue wieder bewusst. Ein Besuch in der Gedenkstätte in Dachau kann ich nur empfehlen, übrigens denken 800.000 Menschen ebenso, so viele Besucher hat im Durchschnitte pro Jahr die Gedenkstätte .

Probenstart von "Rosa Winkel" Martin Sherman in www.buehne-bruck.de @SZ_FFB

Es ist schon einbisschen her, einmal gedreht und man steht wieder im Raum. In der Bühne Bruck steht die nächste Premiere an und am Montag beginnen die Proben.  Vom Thema her, bin ich nicht weit gewandert. Es ist eine Mischung aus den letzten Stücken, naja fast. Ich freue mich jetzt einfach drauf.
Ich heisse Horst. Also alleine das schon ist ein guter Einstieg. Und ich liebe die Männer und das war, zu der Zeit, geringer als der gelbe Stern. Ein „Rosa Winkel“ bedeckt meine Brust und ordnet mich ein. In ein System, an einem Ort, an dem die Hoffnung nicht mal am Himmel zu sehen ist. Was kann man hier noch verlieren ? Was kann man gewinne ? Man arbeitet von Zäunen umgeben, von oben bewacht und nach dem Schlaf wacht manch einer nicht mehr auf. Ist es sogar möglich seinen Charakter zu stärken ? Es riecht in der Luft nach allem was der Mensch so hergeben kann.  Ich wohne schon länger dort. Und es kommen jeden Tag neue Bewohner. Was kann ich mit meiner Vorstellung alles bewirken und das Ganze ohne jemanden anzuschauen. Die Augen provozieren doch mehr als man denkt. Immer schön auf den Boden schauen.
Welche Sprache kann man verwenden, die nicht jeder versteht.
Und bei alle dem, darf das wichtigste nicht fehlen ……. ..
Bald gibt es die Termine und noch mehr Eindrücke aus Fürstenfeldbruck.