Wer ist der Andere ?

Wer glaubt einem etwas, wenn man nicht so ausschaut, wie es sich der andere vorstellt. Was weiss der schon …. . Der redet doch nur so in den Tag hinein. Mein Gott, so läuft man doch nicht rum, alte Klamotten und gearbeitet hat der zuletzt etwas vor vielen Jahren.  Wer kennt so jemanden nicht ? Es ist schon erstaunlich das nur ein paar Veränderungen der äußeren Erscheinung schon jemanden in eine gänzlich andere Ecke stellen.
Wer ist der Andere ? Wo liegt bei un die Angst vo dem Anderen ?
Darüber werden wir wohl noch viel nachdenken müssen.

Die Weisse Rose – Jutta Schubert

Die Weiße Rose Aus den Archiven des Terrors Jutta Schubert
Inszenierung, Bühne und Kostüme Michael Stacheder Mitarbeit
Kostüme Mario Schönmann
Licht Solveig Perner und Stefan Bettinger
Dramaturgie Krisztina Horváth
In der Münchner Studentenkompanie begegnen sich im Jahre 1940 die beiden Medizinstudenten Hans Scholl und Alexander Schmorell. Aus der intensiven und ungewöhnlichen Freundschaft der beiden jungen Männer und ihrer kritischen Einstellung zum herrschenden Regime erwächst der zunächst passive, dann aktive Widerstand gegen den Nationalsozialismus, der unter dem Namen „Die Weiße Rose“ berühmt werden sollte. Was mit einem getippten Flugblatt begann, wird zu einer gedanklichen Macht, die sich vorgenommen hat, den Nationalsozialismus zu stürzen. Am 18. Februar 1943 wird Hans Scholl zusammen mit seiner Schwester Sophie, beim Auslegen des VI. Flugblattes von der Gestapo in der Universität München verhaftet. Ein paar Tage später, am 22. Februar 1943 werden Hans und Sophie Scholl, zusammen mit dem Freund Christoph Probst vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am selben Tag durch das Fallbeil ermordet. Michael Sacheders Inszenierung trägt nicht nur zur Würdigung und Erinnerung an die Weiße Rose als Widerstandsgruppe, als ein Stück Deutscher Geschichte bei, sondern will der Frage nachgehen, wer die jungen Menschen waren, die nicht nur von einem besseren Deutschland träumten, sondern sich aktiv dafür einsetzten und konzentriert sich auf die Menschen und Persönlichkeiten hinter den historischen Figuren.

Lieben und Töten – Jutta Schubert

das kurze Leben des Heinrich von Kleist.
Schauspiel von Jutta Schubert
Ein Auftragswerk zum Heinrich-von-Kleist-Jahr 2011
Uraufführung am 31. März 2011, Kleines Theater Haar
Inszenierung Michael Stacheder
Bühne Mark Späth
Kostüme Gretl Kautzsch
Licht Stefan Bettinger
Dramaturgie Karoline Wernicke
Regie- und Produktionsassistenz Valentin Werner

Unterm Sternenhimmel herrscht eine glückselige Ruhe, eine Seelenruhe, die der Dichter Heinrich von Kleist auf Erden nicht fand. Das Leben erschien ihm als Schlachtfeld. Den eigenen Tod feierte er als Hochzeit. Allein Anerkennung, Ruhm und Ehre wollte er noch für sich und seine Familie erstreiten. Vor 200 Jahren nahm er sich am Wannensee das Leben. Die Autorin und Dramaturgin Jutta Schubert hat ein Stück um den glücklosen Extremisten der Poesie und des Lebens geschrieben.
Unterm Sternenhimmel beginnt Kleist, von den Ketten des Armeedienstes befreit, mit nichts als zwei Koffern, seinen besinnungslosen, selbstzerstörerischen Kampf um die höchste Dichterehre. Er liest den Selbstmord Werthers und beginnt dann fieberhaft zu schreiben. Seine gesamte Kraft verwendet er darauf, Goethe den Lorbeerkranz von der Stirn zu reißen, um sich selbst und seine Familie damit zu krönen. Kleists atemloses und kompromissloses Ringen um dieses höchste Ziel verdichtet die Autorin zu traumhaften Szenen, in denen sich Fiktion und historische Wirklichkeit aufs Schönste verschwistern. So darf Kleist zum Beispiel sein großes Vorbild Goethe tatsächlich treffen und sich einmal gemeinsam mit seiner Penthesilea den Glanz und Schmutz von der Seele husten.
Die Umbruchzeit der Napoleonischen Kriege, die Weimarer Klassik wird lebendig und zahlreiche Figuren aus Kleists Leben bevölkern die Bühne. Allein mit sieben Schauspielern entwirft Regisseur und Leiter des Jungen Schauspiel Ensembles München Michael Stacheder dieses traumtänzerisches Kaleidoskop aus literarischen und historischen Motiven.
Unterm Sternenhimmel schließt sich dann auch der Kreis. Während zu Beginn Werthers Selbstmord stand, und somit dem Anfang bereits das Ende eingeschrieben war, beschließt nun der Doppelselbstmord die Unsterblichkeit Kleists. In dieser Ambivalenz von Leben und Tod, Liebe und Hass, Befreiung und Zerstörung lebte und dichtete Heinrich von Kleist.

Kalteis – Andrea Maria Schenkel

Andrea Maria Schenkel
Bearbeitung Anna Wenzel

Inszenierung Michael Stacheder
Bühne und Kostüme Mark Späth
Licht Stefan Bettinger
Dramaturgie Karoline Wernicke

Photos Max Ott

Ein bajuwarisches Schauermär, das auf der Geschichte des 1939 hingerichteten Münchner Frauenmörders Johann Eichhorn basiert.
München, Ende der 30er Jahre: Süß und sehnsüchtig ist der Traum vom Glück in der großen Stadt – auch Kathie träumt ihn und entflieht der Enge des dörflichen Lebens. Manch eine ist hier schon unter die Räder gekommen, aber sie wird es schon schaffen. Oder? Dunkelhaarig, kräftig und hübsch ist sie, wie die Frauen, die seit einiger Zeit in München und Umgebung spurlos verschwinden. Der Teufel scheint auf dem Fahrrad unterwegs zu sein…